Die Zugspitze im Visier / Tag 3

Als ich den Kopf aus dem Zelt steckte, blickte ich ins weiße Nichts, leise und klamm waren wir im Nebel eingehüllt aber man konnte schon erahnen dass der Wind und die Sonne bald kurzen Prozess mit den Nebel machen würden. Es war eine herrliche Stimmung, so still und surreal, um uns nur grünes Gras bedeckt vom Tau und hunderte Spinnennetze die im Gegenlicht der Sonne funkelten und magisch wirkten.



 

Die übliche Routine vom Zusammenpacken ging heute schon viel schneller obwohl ich im Prinzip alles alleine mache. Luca ist morgens nicht so motiviert mit anzupacken, aber, Hey, so sind 9-jährige Jungs einfach… Aber einmal auf dem Rad, ging die Post ab und er war voll dabei und flitzte voraus. Heute morgen habe ich mich auch das erste Mal auf dem Bike gut gefühlt. Nach den ersten paar Minuten in dem der Hintern wieder Mal von Sattel misshandelt wird und die Muskeln warm werden müssen hatte ich schon ein Grinsen im Gesicht. Es war ein perfekter Morgen, die Kulisse von der wilden Isar und der Karwendelkette vor uns, die Zugspitze die immer näher kam und die Vorfreude in Garmisch anzukommen wirkte wie ein Motor! Heute standen uns knapp 50km Radlstrecke bevor. Die superschöne Mautstrasse an der Isar entlang war herrlich und halbwegs haben wir eine Pause gemacht und das herrliche Wetter und die Aussicht auf die Zugpsitze genoßen. Es ist ein geiles Gefühl zu sehen wie der Berg immer näher kam und, dass wir es tatsächlich aus eigener Kraft von München aus schon so weit gebracht haben. Luca ist schwer beeindruckt davon, und ich ehrlich gesagt auch. Nach der Mautstrasse fuhren wir durch Wallgau wo wir bei einem kleinen Cafe das leckerste selbstgemachte Eis gegessen haben und so gestärkt haben wir dann die zweite Hälfte der Tagesettape nach Garmisch angepackt. Leider hatte ich da den Wetterbericht für die kommenden Tage schon angeschaut und wusste von der schlechten Prognose und fuhr so mit gemischten Gefühlen nach Garmisch.

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