Runter geht’s immer! / Tag 9

Nachdem wir uns gestern Abend ein dickes Bergsteigeressen im Münchner Haus gegönnt hatten um um unsere Kraftreserven aufzufüllen, verbrachten wir die Nacht in einem der Lager, unsere Kopfkissen direkt an einem Fenster  mit Blick 500m runter auf den Schneeferner. Das gibts auch nicht alle Tage! Früh standen wir auf um noch rechtzeitig ein warmes Frühstück vom Hüttenwirt zu bekommen und dann schulterten wir noch mal unsere Rucksäcke für den langen, miesen Abstieg zurück nach Garmisch und gingen raus in die Kälte.

Ein starker Wind pfiff dort oben und ganz Menschen-verlassen kommt man sich dort auf dem Zugspitzgipfel vor wie auf einer Mondbasis dank der seltsamen Stahlgebilde die den Gipfel verschanden. Dort oben waren wir noch hoch über der weißen bauschigen Wolkendecke, die sich geschlossen und dicht unter uns ausbreitete, und der Ausblick war herrlich und beeindruckend. Schade also, dass wir heute wieder runter und rein in die Wolkensuppe mussten, raus aus der Sonne ins zurück ins kalte Nass. Wir wählten den Abstieg via der Wiener-Neustätter Hütte entlang dem Stöpsenziehersteig runter und bogen dann in Richtung Eibsee ab. Insgesamt 2200 Höhenmeter! Bis auf ein paar Leute die zur Wiener-Neustätter Hütte aufstiegen trafen wir niemanden, das ungemütliche Wetter wirkte wohl nicht sehr inspirierend. Wenig euphorisch und auch nicht besonders gut gelaunt war ich an dem Tag, lange Abstiege finde ich zum kotzen. Luca dagegen trottete munter bergabwärts, er hatte zum Glück Spaß dabei. Aber irgendwann war auch er müde und völlig erschöpft kamen wir in Hammersbach an. Nur noch Zelt aufbauen, eine Wärme Mahlzeit aufwärmen und schlafen!

City-to-Summit

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