Vom miesen Wetter verfolgt / Tag 10

Vor diesem Tag hat es uns beiden gegraust. Heute mussten wir von Garmisch aus zurück zum Sylvensteinspeicher radeln und gleich zu Beginn stand der fiese 3km lange Anstieg von Garmisch rüber nach Wallgau an, das G’stoag. Neben der Bundesstraße, gleichmäßig steil, ohne Erbarmen! Aber wir haben es angepackt, Luca voraus, wie immer, und ich strampelnd und hechelnd hinterher. Auf dem 3km Abschnitt habe ich eine bahnbrechende Durchschnittsgeschwindigkeit von gerade mal 5kmh hingelegt! Persönlicher Rekord! Bin also gerade Mal vorwärts gekommen aber ich musste zumindestens nicht absteigen, immerhin! Das Gute, ich wusste die Downhills würden heute überwiegen. Nach dem Riesenanstieg gab es später, bei Vorderriß, noch ein Steilstück, aber nicht so lange und der Rest der 50km die wir heute radeln mussten gingen schön flach oder sogar bergab dahin. Das Wetter war eigentlich optimal zum Biken, bewölkt, knappe 20 Grad aber ich hatte den Wetterbericht nachgeschaut und der versprach für den Abend und vor allem für morgen nichts Gutes! Die Freude hielt sich also in Grenzen.

Und pünktlich zum Abendessen, nachdem wir ein lauschiges Biwakplätzchen am Flussufer gefunden hatten, fing es an zu regnen. Zuerst gemächlich aber schon bald kam die Sintflut. Während Luca schön trocken und gemütlich im Schlafsack im trockenen Zelt lag, habe ich im Regen noch schnell Nudeln mit Pesto gekocht, Luca’s Lieblingsessen, und hab mich dann auch im Zelt verschanzt. Eingeschlafen sind wir schnell aber für mich war es einen unruhige und sehr unentspannte Nacht. Ich machte mir Sorgen wie es am nächsten Tag auf dem Wasser wird, ob durch den Regen die Isar nicht zu gefährlich wird und ob mit den Booten alles gut geht. Und ich bin immer wieder aufgewacht weil der Lärm vom prasselnden Regen lauter war wie das rauschende Wasser der Isar. Nicht schön.

nass-kalter Zeltplatz

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